Info: Luftmassenmessung

Vom Rennsport in die Serie

Die beim Porsche 911 Carrera 3,2 und 964 Carrera angewandte Messmethode zur Ansauglufterfassung ist die der Luftmengenmessung. Dabei wird über eine im Luftstrom befindliche rechteckige Schwenklappe die Luftmenge erfasst. Die Informationen werden dann als elektrische Steuergrößen in die Motronic geschickt und dort zum Zünd- bzw. Einspritzsignal verarbeitet. Analog zur angesaugten Luftmenge verändert sich die Klappenstellung bis zu einer totalen Öffnung bei ca. 4.300 U/min. Danach findet keine direkte Luftmengenmessung mehr statt. Die Zünd,-und Einspritzzeiten werden dann über Drehzahl,- und Temperaturabhängige Parameter gesteuert.

Die im Luftmengenmesser angeordnete Schwenkklappe, welche federunterstützt immer wieder in Ihre Grundstellung zurückschwenkt, setzt infolge Ihres Funktionsprinzips der durchströmenden Ansaugluft einen nicht zu vernachlässigenden Widerstand entgegen. Dies führt zu einem Druckverlust von bis zu 3 % hinter der Stauklappe.

Bei der Luftmassenmessung, bei der nicht nur die durchströmte Luftmenge, sondern auch die Dichte derselben, also die Masse, gemessen wird, ist also auch eine genauere Messung der zünd- und einspritzabhängigen Parameter über den gesamten Drehzahlbereich möglich.


Der Druckverlust ist in diesem System sehr gering. Aufgrund der Tatsache, daß sich im Luftmassenmesssystem keine Schwenkklappe befindet, die den Luftstrom behindert, sondern nur ein Meßfühler, ergibt sich dadurch für Saug- und Turbomotoren eine verbesserte Füllung und dadurch bedingt eine höhere Endleistung.

Die Technik der Luftmassenmessung wurde von Porsche bereits in den 3,6 und 3,8 ltr. Rennmotoren (Gruppe B) erfolgreich eingesetzt. Zudem befindet sich dieses Erfassungssystem seit 1993 in der Baureihe Porsche Carrera 993 in der Serie.

Stand: 13.11.2016