Nockenwellen

Serien- vs. Sport-Nockenwelle

Serien-Nockenwellen müssen über den gesamten Drehzahlbereich homogen arbeiten, das bedeutet, ruhiger Leerlauf, akzeptable Höchstleistung, niedrige Abgaswerte. Reduziert man eine dieser Anforderungen, können andere Werte verbessert werden; so bieten Renn-Nockenwellen z.B. bei hoher Drehzahl mehr Motorleistung, im Gegenzug aber keinen ruhigen Leerlauf bei niedriger Drehzahl (der im Renneinsatz ja auch nicht vonnöten ist).

Einen guten Kompromiß stellen die Sport-Nockenwellen dar. Sie öffnen die Ventile weiter und länger als Seriennocken, die Überschneidungszeiten (gleichzeitige Öffnung von Einlaß- und Auslaßventil) sind größer, das bedeutet im oberen Drehzahlbereich bessere Zylinderfüllung, also mehr Leistung, mehr Drehmoment.

Damit die für den Alltagsbetrieb wünschenswerte Leerlaufruhe und die TÜV-konformen Abgaswerte im Leerlauf bzw im unteren Teillastbereich erreicht werden, darf jedoch der Ventilhub nicht zu groß bemessen werden. Die Sport-Nockenwelle muß auf den jeweiligen Motortyp exakt abgestimmt sein, sie berücksichtigt z.B., ob Ventilspiel vorhanden ist oder hydraulische Ventilsteuerung.

Die bei Cartronic erhältlichen Sport-Nockenwellen werden von Schrick gefertigt, einem der namhaftesten Nockenwellenhersteller weltweit mit jahrzehntelanger Erfahrung. Eine Besonderheit dieser Schrick-Nockenwellen ist der sog. Swing-Boost-Effekt: eine besonders schnelle Beschleunigung der Ventile sorgt für eine besonders intensive Schwingungsanregung der Gassäule im Ansaugsystem und damit für eine optimierte Zylinderfüllung. Das bedeutet: mit relativ geringerer Vergrößerung der Öffnungswinkel können erhebliche Leistungssteigerungen realisiert werden, wobei gleichzeitig der Leerlauf stabil bleibt und das Drehmoment auch im unteren Drehzahlbereich optimiert wird.

Bei einigen NW sind spezielle Ventilfedern empfehlenswert: die Serienfedern werden durch den höheren Ventilhub stärker zusammengepresst und können brechen.

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Stand: 13.11.2016